Rezept: Olivié – russischer Kartoffelsalat

Auf vielfache Anfrage habe ich euch hier das Rezept für Olivié aufgeschrieben, wie es meine Schwiegermutter für mich notiert hat.

Es handelt sich hier um den absoluten Klassiker der ex-sowjetischen Küche, jener Salat, der auf keiner Festtagstafel fehlen darf. Eigentlich ist es bloß ein ganz normaler Kartoffelsalat, der international als „Russischer Salat“ bekannt ist. Für die Belarussen gehört er zu Neujahr wie der Tannenbaum und Ded Maroz.

Ich vermute, dass er auch deshalb so beliebt ist, weil er auch in Zeiten des Mangels für fast alle erschwinglich war: Ohne Fleisch, dafür mit Fleischwurst, die günstiger war, und mit Gurken und  Kartoffeln, die man selbst auf der Datscha anbauen konnte und Eiern von Nachbars Hühnern. Lecker ist der Salat auf jeden Fall, und jede Familie hat ihr eigenes Rezept, das von Generation zu Generation weiter gegeben wird.

Der Name Olivié stammt übrigens (angeblich) von dem französischen Spitzenkoch Olivier, der dieses Schmankerl für Katharina die Große zubereitet hat. Oder so.

 

russischer Kartoffelsalat

Olivié darf niemals fehlen!

Hier ist das Rezept:

  • 1 Dose Erbsen
  • 2 marinierte Gurken
  • 400 g Fleischwurst
  • 5 große Kartoffeln
  • 1 halbe frische Gurke
  • 6 Eier
  • 200g Mayonnaise

Kartoffeln und Eier kochen und pellen.

Beides in Würfel schneiden, zusammen mit Gurken, marinierten Gurken und Fleischwurst (bzw. Doktorwurst) in eine Schüssel geben, Erbsen hinzufügen. Mayonnaise unterrühren. Der Salat muss nicht gesalzen werden, wenn man Salzgurken verwendet.

Einige Stunden ziehen lassen.

Variation: Mit gekochtem Hühnerfleisch statt Wurst, zusatzlich mit gekochter Möhre.

 Besonders wichtig ist es, dass alles in akkurat gleich kleine Würfel geschnitten wird. Dem faulen deutschen Pfuscher empfehle ich hierfür den Nicer Dicer.

Serviert wird der Salat dann in einer Bleikristallschale. Er eignet sich auch prima als Beilage für den ein oder anderen Wodka oder als Katerfrühstück.

Wer es lieber als Video mag: Hier gibt es eine Anleitung (auf Russisch). Vielleicht findet ihr die versprochenen englischen Untertitel- ich konnte sie nicht entdecken.

Guten Appetit!

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