Reisetipps für Belarus

Babuschka; Minsk; Hauptstadt Weissrussland

Belarus- das unbekannte Reiseland

Für alle, die noch nicht wissen, wohin sie dieses Jahr verreisen wollen – wie wär’s mal mit einem ganz ausgefallenen Ziel: Belarus?

Ab dem 12.2. braucht man für Kurztrips, wenn man über den Flughafen Minsk einreist und nicht länger als fünf Tage bleibt, nicht mal mehr ein Visum.

Ich habe hier ein paar allgemeine Tipps für alle zusammen gestellt, die mit dem Gedanken spielen, nach Belarus zu fahren. Konkretere Tipps zu Restaurants, Veranstaltungen und  Ausflügen folgen in den nächsten Wochen.

Meine Reisetipps für Belarus-Reisende:

  • Möchte man auf anderem Weg einreisen, oder länger bleiben, ist es ganz einfach: Den Visumantrag kann man ganz bequem per Post erledigen, wenn man etwa einen Monat vorher damit beginnt. Für Aufenthalte bis 30 Tage braucht man als Tourist keine Einladung. Die belarussische Botschaft in Berlin arbeitet sehr zuverlässig und schickt den Pass mit dem Visum per Einschreiben zurück (mfa.gov.by/de/konsularwesen/visaerteilung/).
  • Die Anreise empfiehlt sich mit dem Flugzeug. Von Frankfurt kommt man mit Lufthansa oder Belavia direkt nach Minsk. Etwas günstiger geht’s mit Wizz Air oder Ryanair über Vilnius. Dort fährt man mit dem Bus Nr. 1, dem Expresszug oder einem Linientaxi vom Flughafen zum Hauptbahnhof. Die Passkontrolle wird gleich vor Ort erledigt, sodass die Weiterfahrt mit dem Zug nach Minsk nur zweieinhalb Stunden dauert.
    Zubr; Belarus

    Zubr im Nationalpark Belovezha Bild: Flickr.com

    Internationale Touristen müssen im Zug oder Flugzeug eine sogenannte Migrationskarte ausfüllen. Sie verbleibt im Pass und wird bei der Registrierung benötigt. Möchte man nämlich länger als fünf Tage bleiben, muss man sich (nachdem man bei der Miliz ein Formular ausgefüllt und bei der Bank eine Gebühr bezahlt hat) bei der zuständigen Ausländerbehörde registrieren. Die dort gestempelte Migrationskarte sollte man auf keinen Fall verlieren, weil es bei der Ausreise sonst viele Fragen und eine Geldstrafe gibt.

  • Auf airbnb.de findet man herrliche Altbauwohnungen im Zentrum von Minsk. Am besten mietet man sich eine Unterkunft direkt am Gorkipark oder Siegesplatz, denn die Vororte sind reine Schlafstädte mit entsetzlichen Hochhäusern. Und auch die Hotels sind nicht empfehlenswert, da meist recht teuer.
  • Neben einem Aufenthalt in Minsk sollte man auch eine Tour ins weite Land einplanen. Die belarussischen Landschaften sind wunderschön, und nur wer das Landleben kennt, kann Belarus verstehen. Hier gibt es übrigens ein hervorragend entwickeltes Ökotourismusnetzwerk. Am besten sucht man sich auf der Seite greenbelarus.by eine passende Hütte aus.
  • Folgende Leckereien sind ein Muss: Draniki, die belarussischen Reibekuchen, sowie die warme und kalte Rote-Bete-Suppe (Borschtsch und Halodnik). Wer nicht nur Wodka zu sich nehmen möchte, sollte Kwas testen, ein alkoholfreies Getränk auf der Basis von Brot, ähnlich unserem Malzbier.
Draniki; belarussisches Nationalgericht

Draniki- belarussisches Nationalgericht

  • Wunderschöne Mitbringsel aus Belarus sind vor allem die kunstvollen Produkte aus Leinen. Egal ob Meterware, Tischdecken, Kissenhüllen oder Kleidungsstücke – all diese Dinge sind sehr günstig und von hoher Qualität. Auch eine Flasche Wodka kann so manchen Daheimgebliebenen erfreuen. Aber Achtung: Mehr als zwei Flaschen darf man in die EU nicht einführen. Die bunten Schokoladenbonbons (Zukerki oder Konfety) sind da unverfänglicher …

    Reiseführer Belarus; Weißrussland

    Literaturempfehlung: Reiseführer im Trescher-Verlag

 

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Ein Gedanke zu „Reisetipps für Belarus

  1. Danke für diese Tipps und überhaupt für diesen Blog! Ich bin schon lange neugierig auf das Land, habe ich mich aber bisher nicht hingetraut. Vielleicht im nächsten Jahr!

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